Tipping Points

Skills und Methoden für Soziale Bewegungen || 9. – 13. Juni 2021 || online / offline / hybrid / dezentral

TP #5 – Workshopprogramm

Das Programm im Überblick findet ihr hier hier, die genauen Beschreibungen unten. Zur Anmeldung geht’s hier. Welche Workshops physisch stattfinden, ist in der Tabelle markiert und in der Beschreibung unten angegeben. Der Großteil ist online. Das Rahmenprogramm soll zum Teil online mit streaming und zum Teil dezentral stattfinden.

In Ausnahmefällen kann es zu kurzfristigen Änderungen oder Absagen kommen. Schaut bitte immer wieder auf diese Seite und in eure Mailbox (falls ihr schon angemeldet seid), um keine Updates zu verpassen!
Manche Workshops haben ein Teilnehmer*innen-Limit und könnten bei großem Andrang geschlossen werden. Bitte meldet euch möglichst frühzeitig an, um einen Fixplatz zu bekommen!

Falls ihr bemerkt, dass ihr doch nicht teilnehmen könnt oder eure Workshopauswahl ändern wollt, schreibt uns bitte ein Mail!

Spinge direkt zu:
Donnertag Abend | Freitag Abend | Samstag Vormittag | Samstag Nachmittag | Sonntag Vormittag | Sonntag Nachmittag


Mittwoch Nachmittag (ab 13:00 Uhr, in GRAZ)

Baum- und Aktionsklettern basic/advanced

Wir beschäftigen uns mit den Basics des Seilkletterns in Theorie und viel Praxis. Dazu gehören ein paar hilfreiche Knoten, ein bisschen Materialkunde sowie diy-Tipps, damit du mit relativ wenig Material-/Geldaufwand und trotzdem sicher an Orte in luftiger Höhe kommst – dorthin wo eine Blockade besonders schwer zu räumen ist oder ein Banner alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und nicht so schnell entfernt werden kann.

Und was machen wir genau?
an einem Seil auf- und absteigen, (ggf. abseilen), an Bäumen aufsteigen, einen Anker bauen (+ weiteres je nach Wunsch der Gruppe und zeitlicher Mögichkeit)

von: Tree Owls

Level: angepasst

Partizipationsniveau: partizipativ

Form: physisch in Graz

Mittwoch Abend (18:00 – 20:30 Uhr, online)


„Verlass dich nicht auf gesetzliche Bestimmungen, aber fordere deren Einhaltung“ – Ein Rechtsinfo- Workshop

Immer wieder kommt es bei Demonstrationen aber auch im Alltag zu willkürlichen Kontrollen bis hin zu Festnahmen durch die Polizei. Aber was darf sie eigentlich wirklich? Wann darf sie Ausweise verlangen, Rucksäcke durchsuchen, Filmen verbieten, etc.? Wie gehen wir mit Repression um? Wichtig ist, sich nicht abschrecken zu lassen und die eigenen Rechte zu kennen. Die Rote Hilfe Wien ist eine strömungsübergreifende Solidaritätsorganisation die es sich zum Ziel gesetzt hat, bei Repressionsfällen zu unterstützen.
Wir wollen mit Euch rechtliche Basic-Infos und politische Strategien im Umgang mit Repression besprechen.

von: Rote Hilfe Wien

Level: basic

Partizipationsniveau: noch nicht klar

Form: online

Community Organizing

Organizing helps people to turn the resources they have into the power they need to make the change they want. In its rich history it was used by numerous movements fighting for social change. Among them are: Civil rights movement(USA), Solidarity(Poland) and Otpor(Serbia). You will get answers to the following questions. What is community organizing? Which are the key terms one should know? What are the basic components/practices of it? How is practice of leadership understood in CO? Why is it crucial to know how to tell your own story? Why Organizers focus on creating lasting relationships? We hope to sparkle your interest in Community Organizing, a practice that can help bring about a lasting change!“
This workshop will be conducted in english.

von: Civil Action Network

Level: Basic

Partizipationsniveau: eher Vortrag

Form: online

nach oben springen


Donnerstag Abend (18:00 – 20:30 Uhr)


Finanzen hä? Finanzen wäh? Finanzen yeah!

Geld, Kapitalismus, Präkariat. Umgang mit Geld in sozialen Bewegungen und Projekte. Nach einer kurzen philisophischen Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema Geld, wenden wir uns der Gesaltung von Geld für unsere Zwecke zu. Finanzanträge schreiben, Projekte abrechnen, Berichte schreiben … alles unbeliebte aber wichtige Aufgaben, die das Bestehen unserer Bewegung sichern.
Was könnt ihr hier mitnehmen?

  • Selbstbewusstsein für Finanzarbeit
  • Überblickwissen über Finanzbeschaffung, Verwaltung und Abrechnung
  • erste Ideen wo man Anträge schreiben kann und viele praktische Tipps

von: Humus. Nährboden für Veränderung

Level: Basic

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online


Bedrohungen im digitalen Raum erkennen und abwehren lernen

Hauptsächlich um das Konzept von Threat Modelling herum wird eine Mischung aus theoretischem Input und praktischer Auseinandersetzung mit dem Thema aufbereitet. Ziel ist es, erste Schritte unterstützt zu gehen um dann selbstständig weiterarbeiten zu können.

Hauptsächlich soll erarbeitet werden, wie ich Bedrohungen analysiere und einschätzen lerne um dann die notwendigen Schritte zu unternehmen. Weiters wird in dem Workshop Verständnis dafür geweckt, warum sich jede einzelne* mit ihrer* eigenen Situation auseinandersetzen muss, um sich im digitalen Raum souverän zu bewegen.

von: Noah

Level: Basic & advanced

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Nachhaltiger Aktivismus

Es kann ganz schön fordernd sein politisch aktiv zu sein – denn die Probleme sind oft dringlich und es gibt immer etwas zu tun. Wie schaffen wir es, angesichts dieser Dynamiken langfristig gesund und handlungsfähig zu bleiben? Wie ermöglichen wir gemeinsam eine nachhaltige politische Praxis? In diesem Workshop sprechen wir über den Umgang mit Überlastung sowie Strategien für einen nachhaltigen Aktivismus.

von: Thomas 😉

Level: basic

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

nach oben springen


Freitag Nachmittag (15:00 – 17:30)


Out of Action – Emotionale Folgen von Repression und ein stärkender Umgang damit!

Wer Widerstand leistet gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse, ist häufig mit Repression konfrontiert. Diese kann viele verschiedene Gesichter haben: gewalttätiges Vorgehen der Polizei, juristische Kriminalisierung, Überwachung oder Einsperrung. Ebenso vielfältig sind die negativen Folgen von Repression oder auch von Konfrontationen mit Nazis: neben leicht greifbaren Auswirkungen wie einer blutigen Nase oder finanzieller Belastung durch Prozesskosten gibt es auch weniger offensichtliche Auswirkungen wie emotionalen Stress bis hin zu einem psychischen Trauma. Die Emotionale Erste Hilfe-Gruppe „Out of Action“ kämpft gegen diese Effekte von Gewalt und Repression und für einen offenen, solidarischen Umgang miteinander. In unserem Workshop möchten wir zunächst einen Überblick darüber geben, wie Repression wirkt und welche emotionalen Folgen damit verbunden sein können. Im Anschluss wird es dann ganz konkret um die eigene aktivistische Praxis gehen: was stresst mich und woran merke ich, dass ich gestresst bin? Und wie können wir alleine und gemeinsam vor, während und nach eine Aktion damit umgehen?

Mit unserem Workshop wollen wir zum einen Wissen über Repression und seine emotionalen Folgen vermitteln. Diese wollen wir dann aber auch mit einer persönlichen und gemeinschaftlichen Perspektive verknüpfen – so dass ihr im besten Fall gestärkt in eure nächste Aktion gehen und mit möglichen emotionalen Folgen besser umgehen könnt.

2 weiterführende Links:
Linksammlung von biblio:media>take und Out of Action.

von: OOA Köln

Level: basic

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/e5a07251-6bdb-450a-9b22-eaa1335775e9


Transformative Gerechtigkeit und kollektive Verantwortungsübernahme

Wie können wir mit Gewalt (z.B. sexualisierter Gewalt oder Rassismus) in unseren Gemeinschaften umgehen, fernab von Straflogik und Justizapparat? Wie können wir kollektiv Verantwortung übernehmen, anstatt diese abzugeben? Was bedeutet Gerechtigkeit für uns und für die Welt, in der wir leben wollen? Und wie lassen wir von Gewalt Betroffene damit nicht allein? Der Workshop ist eine Einführung in Konzepte transformativer Gerechtigkeit und kollektiver Verantwortungsübernahme bei Gewalt.

Kennenlernen der Denkweisen, Haltungen und Herangehensweisen in den Konzepten der Transformativen Gerechtigkeit & Kollektive Verantwortungsübernahme.

von: radix kollektiv

Level: Basic

Partizipationsniveau: aufgrund des Themas und unterschiedlichen Betroffenheiten eher reduzierte bzw. freiwillige Interaktion“

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/dd58a3cf-5aa7-49ea-89c2-52e02d1fa4ca


Wie verändern wir die Welt? Theorien, Macht, Soziale Bewegungen und Hebelpunkte

Ihr habt gerade die 3. oder 20. erfolgreiche Aktion hinter euch – oder steht grad am Anfang eurer aktuellen Kamapgne/eures aktuellen Projekts? Auf jeden Fall fragt ihr euch, ob ihr so, wie die Dinge jetzt laufen zum Erfolg kommen werdet? In diesen Workshop setzen wir uns mit den Fragen auseinander, wie eigentlich gesellschaftlicher Wandel passiert und wie wir dabei intervenieren können? Wie finden wir Ansatzpunkte für die nächste Aktion oder Kampagne?

Tools und Übungen für die kollektive Herangehensweise an strategische Fragen sollen euch helfen, eure Ressourcen klug und effektiv einzusetzen, statt blind / aus Routine immer das Gleiche zu machen. Wenn ihr aktuelle Beispiele oder Projekte mitbringt, können wir an diesen arbeiten. Kann gut mit dem zweiten „Wie verändern wir die Welt“-Workshop kombiniert werden.

von: Humus. Nährboden für Veränderung

Level: Basic PLUS

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/e60b2d3e-91a9-482d-a13c-9693a024f3ec

nach oben springen


Freitag Abend (ab 18:00 Uhr)

Das Rahmenprogramm ist ohne Anmeldung zugänglich. Die Lesung könn ihr physisch als Screening in Wien erleben oder aber live bei euch zu Hause. Zeiten und Orte findet ihr beim Rahmenprogramm hier und zusätzlich hier: https://www.facebook.com/events/267825825078696.

nach oben springen


Samstag Vormittag (09:30 – 12:30 Uhr)


Einmaleins der Street Art

Wir schauen uns gemeinsam an, welche Formen von Streetart häufig verwendet werden. Was passiert alles rund um die Durchführung von Aktionen, die als Streetart bezeichnet werden können? Zusammen wird anhand von Beispielen erarbeitet, worauf zu achten ist und welches Equipment und welche Vorbereitungen notwendig sind.

Teilnehmer:innen bekommen einen Überblick über verschiedene Formen/Techniken von Streetart und beschäftigen sich mit Planung und anderen Umständen.

von: autonom

Level: Basic

Partizipationsniveau: partizipativ!

Form: hybrid (online + physisch in Graz)

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/48d69c54-6804-4736-b0fb-c4201ea8fcaa


Insta, TikTok & Co.: Social Media für politische Kampagnen nutzen

Nach einer kurzen Einführung in die einzelnen Social Media Kanäle schauen wir uns genauer an, wie und ob „Social Media“ für politische und sozialen Kampagnen genutzt werden kann. Dabei sprechen wir auch über Risiken wie z.B. Datenschutz und Barrierefreiheit.

Die Teilnehmer*innen haben einen Überblick über relevante Social Media Kanäle, ihre Chancen und Risiken. Sie kennen Kampagnen-Basics und haben konkrete Ideen, ihre Inhalte online umzusetzen.

von: Jacky

Level: Basic.

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/00bb5cfa-a05d-4409-a020-5ccd52c024ac


Queering & transgressing Masculinities im aktivistischen Kontext

Innerhalb politischer Organisierung finden sich zahlreiche versteckte Hierarchien, dominantes Redeverhalten, Ausgrenzungen und andere männlichen Privilegien wieder.
Diese sind mit dem aktuellen patriachalen Geschlechterverhältnis eng verknüpft. In diesem Workshops werden Begriffe (bspw. Männlichkeiten) queer gelesen, betrachtet und gedreht. Aktiv wird darauf aufbauend ein Online- Austauschraum für Alle (außer cis-Männer) eröffnet:

Was braucht es? Worauf kann in Gruppe geachtet werden? Wie Männlichkeit*en begegnen? Ausgehend von eigenen Erfahrungen werden wir zentrale Problemfelder sammeln und gemeinsam nach Umgang, Veränderung und Handlungsstrategien fragen.

FLINT* only

Level: Basic

Partizipationsniveau:
interaktiv

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/17d30379-4055-486a-8caa-eb1430b93afc


Let’s be careful with each other so we can be dangerous together – Care Arbeit im Aktionskontext

In diesem Skillshare geht es darum, wie mensch während Aktionen Care-Arbeit leisten kann. In Aktionen kommt es oft zu emotional belastenden Situationen, eine gute Vorbereitung kann das auffangen. Wie kann mensch sich vorbereiten, zu was für Situationen kann es kommen und wie verhalten wir uns dann? Wir sind keine Expert*innen für Care Arbeit sondern wollen einen Raum dafür bieten, sich über diese Themen auszutauschen und unsere Erfahrungen im Aktionskontext teilen.

  • Auseinandersetzung mit psychischen Belastungen in Aktionen
  • Austausch über Umgangsweisen mit Belastungssituationen
  • Erfahrungsaustausch

von: Anais und Antonio

Level: Basic

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/87a35928-e3c9-4566-a81b-b4a9e329a216

nach oben springen


Samstag Nachmittag (14:30 -17:30 Uhr)


Direct Action 1×1

Aktionen zivilen Ungehorsams können komplex und übefordernd wirken. Es wird geplant und diskutiert. Wir müssen mobilisieren! Aber wen wie und wo? Und wie sieht es mit Sicherheit aus? Wie soll die Aktion überhaupt aussehen? Hat eigentlich irgendwer an Presse gedacht? Haben wir überhaupt Inhalte? Wie finden wir diese? Was soll denn jetzt schon wieder ein Aktionskonsens sein? Wofür steht eigentlich dieser PAZ? Was wollen wir überhaupt? Welche Aufgaben und Rollen gibt es eigentlich bei einer Aktion? Sind wir eine Kleingruppenaktion oder wollen wir öffentlich massenhaft ankündigen? Wie können wir gut aufeinander achten? Was soll denn ein Aktionstraining sein? Was haben Superkleber und Glitzer mit dem Schutz meiner Identität zu tun? Reflexion? Aber die Aktion ist doch schon vorbei! Wie kommen jetzt unsere Fotos und Inhalte in die Medien? Und wie treffen wir eigentlich in der Aktion gemeinsame Entscheidungen? Dieser Workshop versucht einen Überblick über die wichtigsten Elemente im Lebenszyklus einer Aktion zu geben und möchte Menschen empowern und ermutigen mit dieser Aktionsform für ein besseres Leben für alle zu kämpfen.

Und um was geht`s jetzt konkret? Menschen sollen das Gefühl haben mit den gemeinsam erarbeiteten Inhalten und einem guten und soliden „Werkzeugkasten“ von Wissen, Links, Dokumenten und Buchvorschlägen eigene Aktionen zivilen Ungehorsams planen und durchführen zu können

von: Skills 4 Action

Level: Basic

Partizipationsniveau: eher Vortrag

Form: online

Raum: bbbserver.de – Big Blue Button Video-Konferenzen


Trauma im Aktivismus

Im Rahmen von politischem Widerstand, ergeben sich manchmal Situationen, in denen mensch repressive Gewalt verschiedenster Art gegen sich selbst oder nahe stehende Menschen erlebt. Diese Erfahrungen können Spuren in der Seele hinterlassen, auch wenn der Körper wieder ganz scheint. Wenn wir in belastenden Situationen eine starke Handlungsunfähigkeit spüren, können Traumatisierungen entstehen, die unser Leben, unser Wohlbefinden und unser Engagement stark belasten. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem über diese Erfahrungen gesprochen werden kann. In einer geschützten und wertschätzenden Atmosphäre können wir uns über Erlebtes austauschen und Menschen treffen, die ähnliches durchgemacht haben. Wir möchten euch außerdem Wege aufzeigen, wie wir unsere persönlichen Ressourcen aktivieren und euch hilfreiche Techniken für schwierige Momente an die Hand geben.

Wichtig: Wir bieten in diesem Rahmen keine psychologische Beratung oder Psychotherapie, wie sie in manchen, besonders schwierigen Fällen hilfreich bzw. notwendig sein kann, an. Gerne vermitteln wir dich aber weiter.

Was ist Trauma und was können traumatische Erfahrungen im Aktivismus sein? Was sind meine persönlichen Ressourcen und wie kann ich sie aktivieren? Plus: Techniken und Übungen zur Selbstberuhigung und Selbstfürsorge

von: Psychologists For Future (Psy4F)

Level: Basic PLUS

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: bbbserver.de – Big Blue Button Video-Konferenzen


Anarchistisches Theater

Anarchistisches Theater? Lasst uns gemeinsam herausfinden, was das alles heißen kann. Weg von den roten Sesseln und der Guckkastenbühne hinaus auf die Straßen dieser Welt, auf denen alles zu einer bombastischen Feier des Lebens wird? Theater als Teil einer irgendwie gearteten radikalen Aktion: Spielerisch und Bunt mit dem Schwarzen Block auf Achse? Ist Theater nicht per se schon anarchistisch? Lauter ungehorsame Körper, die darauf warten aktiviert zu werden und die absolut unbeherrschbar sind? Für kein Kapital, kein Staat, kein Nation? Also: gehen wir auf eine gemeinsame Reise durch die Untiefen und Tiefen der theatralen Erfahrung als ultimativer politischer Kicks

  • Lerne deinen Körper kennen als politischer Ort und Handlungsmöglichkeit
  • lerne Grundkonzepte anarchistischer Theaterströmungen kennen
  • erfahre Spaß und Spiel, Gemeinschaft als widerständige Praxen

von: Theater der Unterdrückten Wien

Level: Basic

Partizipationsniveau: partizipativ

Form: physisch in Wien


Geschichten erzählen, die die Welt verändern

Worte sind wichtig. Welche Geschichten wir uns über die Welt erzählen und welche Worte wir dafür wählen, macht einen Unterschied. In diesem Workshop sehen wir uns an, welchen Einfluss große Erzählungen, häufig gebrauchte Metaphern und das Setzen sprachlicher Rahmen darauf haben, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt und welche politischen Entscheidungen getroffen werden. Wir analysieren weit verbreitete dominante Geschichten, sehen uns Beispiele sozialer Bewegungen an, die unser Bild von der Welt verändert haben und und besprechen, wie wir selbst gute Geschichten erzählen können. Geschichten, die unsere Vorschläge und Ziele für viele Menschen verständlich werden lassen und erstrebenswert machen. Als Beispiele werden wir vor allem Themen aus der Wirtschaft und der Klimabewegung besprechen, das Besprochene und Gelernte kann aber auf alle möglichen sozialen Bewegungen und Kämpfe übertragen werden.

  • theoretisches Verständnis davon, wie Narrative unsere Weltsicht beeinflussen und wie politische Kommunikation funktioniert
  • Werkzeuge, um problematische Narrative und Metaphern zu erkennen und selbst effektiv politisch kommunizieren zu können.

von: System Change, not Climate Change

Level: Basic

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: bbbserver.de – Big Blue Button Video-Konferenzen

nach oben springen


Samstag Abend (ab 18:00 Uhr)

Das Rahmenprogramm ist ohne Anmeldung zugänglich.
Einige Programmpunkte sind physisch in Wien, andere online . Am Samstag erwartet euch jedenfalls ein Poetry Slam! 🙂 Aktuelle Infos zum Rahmenprogramm hier.
Wenn’s dir gefällt, überlege bitte, TP mit einer Spende zu unterstützen auch, um jemanden die Workshop-Teilname zu ermöglichen, der oder die* weniger beitragen kann.

nach oben springen


Sonntag Vormittag (10:00 -13:00 Uhr)


Me, myself & meine Gruppe

Die gruppendynamische Trainingsgruppe ist eine Methode, die in den 60er Jahren in den USA rund um den Sozialwissenschaftler Kurt Lewin entstand, als er und seinen Kolleg*innen versuchen Dynamiken in Gruppen zu verstehen, um Gräueltaten wie den Holocaust in Zukunft zu verhindern. Nach einem kurzen Theorieinput zur Gruppendynamik, werden wir in diesem Workshop Methoden der Trainingsgruppe live ausprobieren.

Anschließend lernen wir verschiedene Modelle kennen, welche unterschiedliche Persönlichkeitstypen kennen und wie sie sich auf unser Verhalten in Gruppen auswirken.

Zusätzlich beschäftigen wir uns mit dem Unterschied zwischen Person, Rolle und Funktion und besprechen, was es davon in jeder Gruppe oder Organisation braucht. Selbst-Reflexionsübungen sollen dabei helfen, die eigenen (unbewussten) Rollen besser zu kennen und zu verstehen.

von: Humus

Level: Basic PLUS

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/bac05d86-24f0-49b0-b1b8-2b23d19ebd70


So geht Eskalation! Abschreiben von den Suffragetten und Occupy

Bei den Suffragetten haben irgendwann Landhäuser gebrannt und aus Occupy Wallstreet wurde irgendwann Occupy Everywhere – den Wunsch nach Eskalation, die kein unkontrolliertes Wutrauslassen ist, kennen viele von uns. Einerseits kommen wir mit den immerselben Taktiken nicht voran und andererseits drängen die Krisen gegen die wir kämpfen. Von den Suffragetten und der Occupy Bewegung können wir uns einiges abschauen, wie Eskalationspläne ablaufen können und was sie erfolgreich machen. In dem Workshop beschäftigen wir uns mit den Zielen und Eskalationphasen der beiden Bewegungen und diskutieren, was wir davon für unsere aktuellen Kämpfe lernen können.

Also konkrete Take-aways:

  • Strategisches Verständnis, was von sozialen Bewegungen gelernt werden kann
  • konkrete Einordnungen wie Eskalationspläne als Element von Strategischer Planung in Sozialen Bewegungen funktionieren können und wie sie in Bezug zur (transformatorischer) Zielsetzung stehen
  • Einordnung was damals warum wie erfolgreich war und was wir heute für uns nutzen können

von: Theresa

Level: basic bis advanced

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: online

Raum: https://app.bbbserver.de/de/join/90baf61c-3cc8-48e3-b1c8-5929e86855b7

nach oben springen


Sonntag Nachmittag (14:30 -18:30 Uhr)


Baum- und Aktionsklettern

Wir beschäftigen uns mit fortgeschrittenen Techinken des Seilkletterns in Theorie und viel Praxis. Dazu gehören speziellere Knoten, Materialkunde, Rettungstechniken, Traversen, Banner-Drops (auch fortgeschritten), Details zu Ankerpunkten und self equalizing anker.

Und was machen wir genau? Theorie und Praxis zu den angesprochenen Themen.

von: Tree Owls

Level: basic und advanced

Partizipationsniveau:
partizipativ

Form: physisch in Wien

Aktionstraining

Basistrainings von Skills 4 Action vermitteln Konzepte und Taktiken des Zivilen Ungehorsams. Sie sind Lern- und Reflexionsräume zum gegenseitigen Austausch, zur Auseinandersetzung und zum praktischen Ausprobieren verschiedener Aktionsformen und Methoden die bei (erfolgreichen) emazipatorischen Bewegungen angewandt wurden, wie der Bürger:innenrechtsbewegung in den USA, globalisierungskritischen Protesten in den 90er Jahren oder Aktionen gegen Baunkohleverstromung in Deutschland. Was brauchen wir, um ungehorsam und mutig für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt einzustehen? In diesem Training wollen wir speziell auf unübersichtliche Situationen im Stadtkontext eingehen.

  • Verständnis von Geschichte und Konzepte von Zivilem Ungehorsam
  • Übungen zu verschiedenen Taktiken
  • Reflexion gemeinsamer Erfahrungen und eigener Grenzen
  • Verständnis von kollektiven Reaktionsmöglichkeiten bei unübersichtlichen Situationen

von: Skills 4 Action

Level: basic / advanced

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: physisch in Wien

Unräumbar?! (Wald)besetzungen verteidigen

In Besetzungen sind Menschen viel damit beschäftigt, die Gebiete zu unzugänglich wie möglich für Polizei und Bau-Maschinen zu machen. Da gibts unendlich viele Strategien und Techniken. Von der einfachen Barrikade und Tripod bis zum Chaos-Pod und Triple-Skypod. Es braucht einige Wochen in einer Besetzung um nur einige Konstruktionen kennenzulernen und auf die Beine zu stellen.

Wir wollen euch wenigstens ein basic knowhow über effektive Strukturen, die eine Räumung so unmöglich wie möglich machen, vermitteln. Je nach Gruppe, kann es auch sein, dass wir ein paar kompliziertere Konzepte erarbeiten. Es soll so praktisch wie möglich sein, dennoch kommen wir um eine oder eineinhalb Theoriestunden nicht herum. Etwas Knotenkunde wird sicher auch dabei sein. Alles hängt von der Motivation und Größe der Gruppe ab. Wir werden wahrscheinlich keine original Größe der Strukturen bauen können, da dies materiell aufwendig ist und oft mehr als ne ganze Nacht dauert 😉 Wir freuen uns einfach auf einen Skillshare, wo wir mit Seilen, Stämmen und Schaukeln ausprobieren, wie wir aus Hambi und Danni lernen können die nächsten (Wald-)Besetzungen UNRÄUMBAR zu machen.
(Keinerlei Vorwissen nötig, robuste Kleidung empfohlen).

von: Hambi und Danni Aktivistis

Level: Basic

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Form: physisch in Wien

nach oben springen


Abschluss – Sonntag Abend (ab 18:30 Uhr)

Du findest das sinnvoll, aber hast wenig Zeit?
Wir wollen Tipping Points auch in Zukunft weiterführen und müssen laufende Kosten decken. Überlege dir bitte, ob du uns mit einer Spende unterstützen kannst! So sind auch solidarische Teilnahmen möglich. Wie viel wohin? – hier!

Noch immer nicht genug davon? Wenn du mit deiner Polit-Gruppe gemeinsam an an organisatorischen oder strategischen Baustellen arbeiten willst, empfehlen wir das Format „let’s grow!“ von Humus.

%d Bloggern gefällt das: