Tipping Points

Skills und Methoden für Soziale Bewegungen || TP #7 vom 17.-19. Juni 2022 in Innsbruck!

Tipping Points #7 – Programmübersicht

Anmeldung Tipping Points #7
Es ist soweit: eine Anmeldung zu Tipping Points vom 17. bis 19. Juni in Innsbruck ist ab sofort möglich: Hier gehts zum Anmeldeformular

Tipping Points #7 Programmübersicht zum Downloaden

Dies ist unser fetziges Programm für die 7. Ausgabe von Tipping Points! Schaut rein, es wird sicher für alle was spannendes dabei sein 😉
In Ausnahmefällen kann es zu kurzfristigen Änderungen oder Absagen kommen. Schaut bitte immer wieder auf diese Seite und in eure Mailbox (falls ihr schon angemeldet seid), um keine Updates zu verpassen!
Manche Workshops haben ein Teilnehmer*innen-Limit und könnten bei großem Andrang geschlossen werden. Bitte meldet euch möglichst frühzeitig an, um einen Fixplatz zu bekommen!

Falls ihr bemerkt, dass ihr doch nicht teilnehmen könnt oder eure Workshopauswahl ändern wollt, schreibt uns bitte ein Mail!

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Freitag Nachmittag | Samstag Vormittag | Samstag Nachmittag | Sonntag Vormittag


Freitag Nachmittag (14:30 – 17:30 Uhr)


Antirassistische Praxis, intersektionale Verschränkungen und Selbstreflexion

Im Workshop werden vielfältige Rassismen beleuchtet, antirassistische Praxen reflektiert und kritische Blicke geschärft, sowie verschiedene Formen intersektionaler Verschränkungen besprochen und eigene Perspektiven hinterfragt. Folgende Punkte werden einfließen und praktisch bearbeitet: Kollektive und individuelle Praxen, Stolperfallen, rassistische (Polizei-)Gewalt in Österreich, Medienkritik und eine österreichische Spezialität: das lange, laute Schweigen. Mit einem Input, Kleingruppendiskussionen und kreativen (Schreib-)Übungen wollen wir Ressourcen, für einen gemeinsamen und entschlossenen Kampf gegen Rassismus, mobilisieren. Verschiedene Wege werden aufgezeigt und ausprobiert. Wie eine kritisch-solidarische Auseinandersetzung mit Teilbereichskämpfen stärken? Lasst uns Sprachlosigkeit in Aktionen verwandeln und laut den gewaltvollen Normalzustand benennen. Say Their Names!

von: Jack Kollektiv

Voraussetzungen: Interesse und Eigeninitiative (antirassistische Praxis von Vorteil)

Partizipationsniveau: eher interaktiv

IT-Sicherheit im Aktivismus

Theorieteil: Wie bin ich online durchschau- und erkennbar? Was kann ich dagegen tun? Was darf der Staat und was darf ich? Verschlüsselte Kommunikation – wer wie was?

Praxis: Wer sieht welche Daten auf meinem Handy? Sichere Kommunikations- Apps, Mailvelope aufsetzen für sicheren E-Mail- Verkehr

Hierfür könnt ihr gerne direkt eure eigenen Geräte mitbringen!

von: IWW

Voraussetzungen: Basis Computerkenntnisse

Partizipationsniveau: tba

Intersections of Art, Activism and Movement work [EN]

Learning objectives: A brief survey of activism that incorporated artistic aspects in the movement and also in the organizing of the movement in general, an exploration of the different types of art that can be implemented into activism, discussion on the limitations of art and activism — or the endless opportunities. Participants should walk away with a sense that every person has artistic capabilities and that in liberation work there can be beauty and strength in visualizing and recording what is happening for the present and for the future.

by: Sam

requirements: interest 🙂

level of participation: tba

Unzivilisierter Ungehorsam

Reflexion über persönliche Erfahrungen mit zivilen Ungehorsam und direkten Aktionen- Input mit anschließender Gruppendiskussion über Widerständigkeit – Gruppenarbeit/Rollenspiele zu verschiedenen Szenarien.

Lernziele:

– Bewusstmachen eigener Motivationen und Ziele-

– Widerständigkeit als vielfältige Unterstützer*in kennenlernen.

von: Raz

Voraussetzungen: Teilnehmende sollten ein Bewusstsein dafür haben, dass diese Welt und das System in dem wir leben ziemlich kaputt ist und das sollte nicht egal sein

Partizipationsniveau: eher interaktiv (Gruppenarbeit, Übungen…)

Abendprogramm

19:00 Eröffnung + Kennenlernen
20:00 Partizipative Podiumsdiskussion
Mehr Infos hier.

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Samstag Vormittag (10:00-13:00 Uhr)


Ungehorsame Pressearbeit für Kleingruppen

Stell dir vor es ist Aktion, aber niemensch erfährt davon. Mit Pressearbeit können wir die Geschichten erzählen und die Aufmerksamkeit auf die Dinge lenken, für und gegen die wir als soziale Bewegungen kämpfen. Worte sind Macht. Gute Pressearbeit kann ausschlaggebend dafür sein, eine Aktion in ein bestimmtes Licht zu rücken – und die Geschichte zu erzählen, die ihr auch wirklich erzählen wollt. In diesem Workshop erarbeiten wir uns gemeinsam die Grundlagen der Pressearbeit, die ungehorsamer Aktivismus braucht. Was ist Pressearbeit überhaupt? Wie schreibe ich eine Presseaussendung? Worauf muss ich achten? Welche Sicherheitsstandards sind notwendig? Welche Rollen gibt es eigentlich im Presseteam? All diesen Fragen werden wir uns gemeinsam nähern und Antworten finden. Darüber hinaus wird es auch einen Reflexionsteil geben, denn Pressearbeit findet im Spannungsfeld zwischen politischer Utopie und gesellschaftlicher Realität statt. Auch dem werden wir gemeinsam nachgehen.

von: Chris (keine Pronomen)

Voraussetzungen: keine

Partizipationsniveau: Vortrag mit Gruppenübungen

Finanzen hä? Finanzen wäh? Finanzen yeah!

(Kein?) Geld, Kapitalismus, Präkariat. Umgang mit Geld in sozialen Bewegungen und Projekten. Nach einer kurzen philisophischen Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema Geld, wenden wir uns der Gesaltung von Geld für unsere Zwecke zu. Finanzarbeit ist eine unbeliebte aber wichtige Aufgabe, die das Bestehen unserer Bewegung sichert. Es ist gut, wenn viele Menschen einen Überblick haben, was es bedeutet.Lernziele: * Selbstvertrauen und Grundwissen für: Finanzanträge schreiben, Buchhaltung, Projekte abrechnen, Berichte schreiben* Ideen haben, wo Anträge eingereicht werden können* Geschärfter Standpunkt zum Thema Umgang mit Geld in meiner Gruppe/Organisation.

von: Humus. Nährboden für Veränderung

Voraussetzungen: Interesse an Finanzarbeit (intrinsisch, oder weil es sonst niemand macht 😉 )

Partizipationsniveau: eher interaktiv (Gruppenarbeiten, Übungen, …)

Blockade- und Besetzungsgeräte bauen und bedienen

Technische Blockademittel wie Lock-on’s, Tripods und mehr sind schon lange Teil der Klima- und Umweltbewegung und stellen die Polizei immer wieder vor komplizierte Herausforderungen. In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam anschauen, welche Blockademittel wo gut einsetzbar sind, sowie Welche Gefahren und welche Vorteile damit verbunden sind. Gleichzeitig wollen wir auch den Teilnehmenden einen Start in die Arbeit mit Technischen Blockaden bieten und alles an die Hand geben was es braucht um die nächsten Besetzungen und Blockaden kreativ und schwer-räumbar zu machen. Disclaimer: Wir probieren uns mit der rechtlichen Situation rum um technische Blockaden in Österreich auseinanderzusetzten, jedoch können wir keinen Jura Workshop zur Thematik geben.

von: Elster & Luan

Voraussetzungen: Es sind keine Grundlagen erforderlich. Wenn Teilnehmende Erfahrungen mitbringen, bitten wir um Geduld mit den Teilnehmer*innen ohne entsprechende Erfahrung sowie eine Sicherheitskultur, heißt kein rumgemacker mit schon erlebten und durchgeführten Aktionen.

Partizipationsniveau: interaktiv

Nachhaltiger Aktivismus

Die Transformation der Gesellschaft ist ein Marathon, kein Sprint. Auch wenn es manchmal so scheinen kann, als ob jetzt sofort alles auf einmal passieren muss, ist es besonders in diesen Phasen wichtig, auf sich zu achten. Gemeinsam wollen wir erkunden, welche Glaubenssätze hinter nicht-nachhaltigem Verhalten stehen und empowerndere Perspektiven auf das Thema suchen.

von: Jonas Gröner

Voraussetzungen: Interesse für das Thema und erste eigene Erfahrungen mit stressigen Phasen

Partizipationsniveau: interaktiv

Überraschungsworkshop

Lass dich überraschen 😉 dieser Workshop findet sowohl am Samstagvormittag als auch am Samstagnachmittag statt.


Samstag Nachmittag (15:00 bis 18:00 Uhr)


Kritische Männlichkeiten: Einführung, Praxis, solidarische Kritik

Im Workshop soll den Teilnehmer*innen einerseits ein theoretischer Input zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Männlichkeiten vermittelt werden, sowie verschiedene Formen dieser Auseinandersetzung diskutiert und reflektiert werden. Weiters wird versucht Wege aufzuzeigen, wie die kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeiten in Politgruppen zu einer profeministischen Praxis beitragen kann und welche möglichen Stolperfallen es auf dem Weg dahin gibt.Der Workshop wird sowohl Vortrags-Elemente als auch Kleingruppendiskussionen und Übungen beinhalten.

von: kauds & Wenzel

Voraussetzungen: keine

Partizipationsniveau: eher Vortrag (ev. mit kleinen interaktiven Elementen)

Aktionsklettern

Wir beschäftigen uns mit den Basics des Seilkletterns in Theorie und viel Praxis. Dazu gehören ein paar hilfreiche Knoten, ein bisschen Materialkunde sowie diy-Tipps, damit du mit relativ wenig Material-/Geldaufwand und trotzdem sicher an Orte in luftiger Höhe kommst – dorthin wo eine Blockade besonders schwer zu räumen ist oder ein Banner alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und nicht so schnell entfernt werden kann.

von: tba

Voraussetzungen: keine

Partizipationsniveau: tba

Wie die Polizei verhört – und wie sich dagegen verteidigen

Der Workshop soll aufzeigen wie die Polizei lernt Menschen zu verhören, welche Strategien sie anwendet, was die Rollen eines Verhör in einer Ermittelung ist und wie wir uns am besten dagegen schützen können.

von: projet-evasions.org

Voraussetzungen: keine

Partizipationsniveau: Eher ein Vortrag mit kleinen Interaktiven Elementen

Critical Whiteness

Der Klimawandel ist als komplexe Frage der sozialen Gerechtigkeit und nicht nur als Umweltproblem zu verstehen. In diesem Workshop sollen bestehende Machtverhältnisse der Bewegung unter die Lupe genommen werden. Im Austausch wird der Versuch gewagt Antworten auf die Frage zu finden, wie eine Klimagerechtigkeitsbewegung aussehen muss, damit vor allem von Diskriminierung betroffene Gruppen in ihrem Kampf unterstützt werden. Im Laufe des dreistündigen Workshops sollen Möglichkeiten des antirassistisches Handelns aufgezeigt werden, sowie Fragen rund um kritisches Weißsein in der Klimagerechtigkeitsbewegung, wie können bestehende Ressourcen auch BIPoC-Gruppen zu gute kommen, beantwortet werden. Zeitgleich wird auch der Raum für BIPoC zum Empowerment und Austausch in einem geschützten Rahmen geöffnet werden. Ziel des Workshops ist es Klimagerechtigkeit als komplexe Frage der sozialen Ungleichheit zu verstehen.

Am Ende des Workshops sollen Teilnehmende…

  • Impulse bekommen haben ihr Weißsein innerhalb der Bewegung kritisch zu Hinterfragen
  • BIPoC in einen nachhaltigen Austausch und gemeinsames Empowerment gekommen sein
  • Klimagerechtigkeit als komplexe Frage der sozialen Ungleichheit verstehen
  • Ihre Sprache und Begrifflichkeit diskriminierungskritisches erweitert haben

von: Zucker im Tank

Partizipationsniveau: eher partizipativ

Voraussetzungen: keine

Überraschungsworkshop

Lass dich überraschen 😉 dieser Workshop findet sowohl am Samstagvormittag als auch am Samstagnachmittag statt.

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Abendprogramm

19:30 Film: Start wearing purple
21:00 Party
Mehr Infos hier.


Sonntag Vormittag (10:00 -13:00 Uhr)


Eine Welt ohne Polizei – ein Utopieworkshop (BI_PoC only)

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht zu einer Welt ohne Polizei? Kannst du dir eine Welt ohne Polizei vorstellen? Wir wollen mit dir gemeinsam erkunden, wie solch eine utopische Welt aussehen kann. In diesem Rahmen wird es nicht um die Frage gehen, ob die Polizei abgeschafft werden soll; Im Fokus steht: Wie kann eine Welt ohne Polizei für uns konkret aussehen?

von: Silver

Voraussetzungen: nix 🙂

Partizipationsniveau: eher niedrig

Aktionstraining – Handlungsfähigkeit auf Straße und Acker

Gewaltfrei Protestieren und Blockieren will geübt sein. Das Training richtet sich sowohl an aktionsunferfahrene Menschen als auch an Erfahrenere und soll unsere gemeinsame Handlungsfähigkeit in verschiedenen Situationen auf Straße und Acker erhöhen. Zusätzlich werden wir (schnelle) Entscheidungsfindung in Stresssituationen, den Umgang mit eigenen Ängsten und Grenzen sowie staatlicher Repression behandeln.Das Training soll dafür sorgen, dass ihr euch bei Aktionen sicher fühlen, euch selbst und eure Mitstreiter*innen schützen und entschlossen die vereinbarten Aktionsziele verfolgen könnt.Bequeme Kleidung und festes Schuhwerk wird empfohlen.

von: Skill4Action

Voraussetzungen: keine

Partizipationsniveau: Interaktiv

How-to-Kleingruppen

Welche Kleingruppenaktionen (von Sprühkreideaktion bis Baggerblockade) sind möglich? Wie kann so eine Aktion ablaufen und welche Aufgaben gibt es zu verteilen? Der Workshop soll die Fähigkeiten vermitteln, die notwendig sind, um eigene Aktionen zu planen und durchzuführen.

von: tba

Voraussetzungen: tba

Partizipationsniveau: tba

Me, myself & meine Gruppe

Die gruppendynamische Trainingsgruppe ist eine Methode, die in den 60er Jahren in den USA rund um den Sozialwissenschaftler Kurt Lewin entstand, als er und seinen Kolleg*innen versuchen Dynamiken in Gruppen zu verstehen, um Gräueltaten wie den Holocaust in Zukunft zu verhindern. Nach einem kurzen Theorieinput zur Gruppendynamik, werden wir in diesem Workshop Methoden der Trainingsgruppe live ausprobieren.

Anschließend lernen wir verschiedene Modelle kennen, welche unterschiedliche Persönlichkeitstypen kennen und wie sie sich auf unser Verhalten in Gruppen auswirken.

Zusätzlich beschäftigen wir uns mit dem Unterschied zwischen Person, Rolle und Funktion und besprechen, was es davon in jeder Gruppe oder Organisation braucht. Selbst-Reflexionsübungen sollen dabei helfen, die eigenen (unbewussten) Rollen besser zu kennen und zu verstehen.

von: Humus. Nährboden für Veränderung

Voraussetzungen: Erfahrung in (selbstorganisierten) Gruppen

Partizipationsniveau: eher interaktiv (Gruppenarbeiten, Übungen, …)

Überraschungsworkshop

Lass dich überraschen 😉 dieser Workshop findet sowohl am Samstagvormittag als auch am Samstagnachmittag statt.

Gemeinsamer Abschluss und Snacks 🙂


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