Fünf großartige und erfolgreiche Tage voller Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten sind vorüber und Tipping Points geht vorerst in die Sommerpause. Wir freuen uns aber, euch in Zukunft wiederzusehen – vielleicht so gar mal wieder physisch! Also stay tuned!

Was ist aber diesen Juni alles bei Tipping Points #5 passiert?

Rückblickend haben sich vom 09. – 13. Juni in Wien, in Graz und online Menschen sozialer Bewegungen, langjährigen Aktivist*innen, frische eifrige Motivierte und politische selbstorganisierte Gruppen zusammengefunden, ausgetauscht und neue Skills und Methoden angeeignet. Bei insgesamt über 20 Workshops vermittelten zahlreiche Referent*innen aus verschiedensten Bereichen ihr Wissen, ihre Erfahrung und Vorgehensweisen, um auf unterschiedlichsten Wegen politisch aktiv und sichtbar zu werden und Veränderung zu schaffen. Dabei waren diesmal unter anderem Klettertrainings, Strategieentwicklung, Finanzierung, digitale Selbstverteidigung, transformative Gerechtigkeit sowie ein gelungenes Rahmenprogramm am Abend im Fokus.

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Um der erwartbaren Online-Seminar-Müdigkeit nach verschiedenen Lockdowns und dem gleichzeitig angenehmerem Wetter gerecht zu werden, wurde Tipping Points erstmals auf 5 Tage ausgedeht und mit Mittwoch und Donnerstag Abend auch ein Programm an Wochentagen angeboten. Die Anmelde-Zahlen haben diese Strategie bestätigt: die Workshops am Wochenende waren deutlich weniger stark besucht, als bei früheren Durchgägen von Tipping Points. Zu den Highlights im Programm zählten sicherlich Workshops wie „Out Of Action – Emotionale Folgen von Repression“ von der Gruppe OOA Köln, welcher schon nachhaltige Folgen zeitigte, da eine neue Gruppe in Österreich in Gründung ist. Oder auch der Street Art-Workshop der kreativen Aktivismus anregend und für jedermensch näher brachte. Anarchistisches Theater, als einer von 5 physisch durchgeführten Workshops, war ebenfalls eine Premiere und willkommene Gelegenheit, Lernerfahrungen wieder mal face-to-face mit Menschen zu machen.

Und Abends? Freitags gab´s eine anregende Lesung in Wien, wobei durch die von Cycle Cinema Club selbst erzeugte nachhaltige Fahrradenergie Filmausschnitte einer Lesung aus dem Buch “Mein Weg vom Kongo nach Europa” von Emmanuel Mbolelas gezeigt wurden und Menschen sich bei einem Teller gerettetem Essen von den Robin Foods thematisch und zwischenmenschlich ausgetauscht haben. Wir saßen bis in die Nacht gemeinsam am Platz der Menschenrechte, sodass zwischen ein paar Bieren und gesellschaftskritischen Unterhaltungen die ersten Verbindungen zwischen motivierten Menschen entstanden – aber dies war erst der Auftakt für ein vielversprechendes Abendprogramm, dass am Samstag folgte!

Am nächsten Tag fanden sich bei leichtem Regen unter einem riesigen Blätterdach im Türkenschanzpark zahlreiche Menschen zusammen und spitzten ihre Ohren, um den bedeutsamen Worten und der interessanten Poesie von FOMP zu lauschen. Starke Poetry Slams zu den Themen Umweltverschmutzung, Passivität, Diskrimierung, Rassismus, sowie politischen Defiziten und Mängeln in unserer Welt wurden vorgetragen, wobei auch hier die Robin Foods wieder am Start waren. Anschließend tanzten wir im Sommerregen auf der Wiese, mit dem Ziel der politischen Kälte entgegenzuwirken und auch hier bildeten sich erneut diverse Gruppen, es entstanden bunte interessante Gespräche, wobei direkt zukünftige Verabredungen abgemacht wurden und Kontakte geknüpft worden sind.

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Abgerundet wurde das Programm am fünften Tag mit einem an die physischen Workshops anknüpfenden Picknick bei der Marswiese. Trotz kaltem Wind fanden sich zahlreiche Menschen zum Klettern, Knoten lernen und Wald verteidigen (oder auch einen Acker? https://lobaubleibt.noblogs.org) zusammen und nutzten ein letztes Mal die Möglichkeit sich auszutauschen und zu Gruppen zusammenzuschließen.